Der beste Zeitpunkt für einen neuen Ofen

Eine neue Verordnung zwingt Ofenliebhaber zu einer Entscheidung.

Die neue Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) verdirbt derzeit vielen Ofenliebhabern die Freude. Öfen, die vor 1995 aufgebaut und geprüft wurden, dürfen nur noch bis zum 31. Dezember 2020 betrieben werden. Für Öfen, die vor dem März 2010 geprüft wurden und die noch nicht die erste Stufe der BImSchV erfüllen, wäre am 31. Dezember 2024 Betriebsschluss. Viele Ofenbesitzer stellen sich daher derzeit die Frage, ob sie ihren Ofen nachrüsten oder lieber gleich einen neuen kaufen sollen. Ein Blick auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis hilft bei der Entscheidungsfindung:

Um ältere Öfen weiterhin nach den gesetzlichen Vorgaben betreiben zu dürfen, müssten diese mit Filtern, Katalysatoren oder elektrischem Feinstaubabscheidern nachgerüstet werden. Die Kosten für eine derartige Nachrüstung liegen bei mindestens 800,- € und können nicht selten gar bis zu 2.000,- € anwachsen. Die Frage nach der Anschaffung eines gänzlich neuen Ofens ist unter diesem Gesichtspunkt tatsächlich berechtigt. Zwar fallen auch bei einer Neuanschaffung vergleichbare Kosten an, diese gehen aber einher mit vielen Vorteilen moderner Ofenmodelle. Im Vergleich zu Altöfen ist die Säuberung moderner Öfen einfacher zu handhaben, die Verbrennung erfolgt effektiver und regulierter und die gesetzlichen Vorgaben werden nicht selten sogar übertroffen.

Alter Ofen

Stilllegung oder Nachrüstung ist vorgeschrieben:

  • für Öfen älter als 1996 bis spätestens 2021
  • für Öfen älter als 2010 bis spätestens 2025

Dazu ein Beispiel:
Sie haben einen Kaminofen im Wohnzimmer. Das Baujahr beträgt lt. Typenschild 1987, es gibt für den Ofen keine Prüfstandsmessbescheinigung, die geforderten Grenzwerte können also nicht eingehalten werden. Laut Tabelle dürfen Sie diesen Kaminofen ohne irgendwelche Maßnahmen bis zum 31.12.2020 weiter betreiben. Ab dem 01.01.2021 dürfen Sie diesen Ofen nur dann stehen lassen, wenn Sie einen geprüften Feinstaubfilter einbauen lassen. Ansonsten muss der Kaminofen stillgelegt und darf nicht mehr betrieben werden! Ein sehr rabiates Vorgehen der Regierung, welches jedoch verständlich erscheint, wenn man bedenkt, dass dieser Ofen Ende 2020 bereits 33 Jahre alt ist und den Rauch höchstwahrscheinlich ungefiltert an die Umwelt abgibt. Da ein Feinstaubfilter auch heute noch in etwa so teuer ist wie ein neuer Kaminofen, ist eine Nachrüstung oftmals keine sinnvolle Option.

Alter Ofen

Was lange währt, wird nicht immer gut.

Die meisten Häuser werden heutzutage nach gesetzlichen Vorgaben so dicht und damit energiesparend gebaut, dass ältere Öfen eine überschüssige Hitzeentwicklung aufweisen, die letztendlich gar nicht in diesem Umfang benötigt wird. Zudem sind Altöfen nicht mit den nötigen Vorrichtungen ausgerüstet, um von außen genügend Luft in die Verbrennung gelangen zu lassen. Neuere Modelle sind mit Belüftungsvorrichtungen und fein dosierten Lufteinlässen ausgestattet, die eine zeitliche Regulierung der Verbrennung und Hitzeentwicklung erlauben. Beispielsweise schaffen moderne Modelle eine deutlich längere Brenndauer bei gleicher Beladung, ohne überschüssige Hitze zu erzeugen. Auch im optischen Vergleich liegen neue Öfen vorn. Waren Kaminöfen damals noch produktionsbedingt sehr massive, kantige Feuerschränke ohne Sichtfenster, so sind moderne Kaminöfen heute kompakter gebaut und vom Design her in Form und Farbe anpassbar. Auch die Ofentüren und -fenster sind mit sehr viel mehr Sicht ins Feuer konstruiert, was die Atmosphäre im Raum aufwertet.

Die Vorteile einer Neuanschaffung liegen auf der Hand:

  • Moderne Öfen verbrennen effizienter, haben eine geringere Abgasentwicklung und schonen so die Umwelt
  • Durch die Regulierung der Hitzeentwicklung wird der Schornstein geschont und so der Verschleiß verringert
  • Die verlängerte Brenndauer spart Brennstoff ein, der demzufolge im Laufe des Tages auch seltener nachgelegt werden muss
  • Mit aktuellen Belüftungssystemen kann die Heizleistung individuell an die persönliche Wohnsituation angepasst werden
  • Design- und Konstruktionskonzepte können an das bestehende Raumkonzept angepasst werden, was den Wohnraum atmosphärisch aufwertet









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